Unternehmensversicherung ist nicht optional – sie ist ein grundlegendes Risikomanagement-Instrument, das Ihr Privatvermögen schützt, Vertragsanforderungen erfüllt und sicherstellt, dass Sie einen größeren Schadensfall überleben können. Ein nicht versicherter Rechtsstreit kann ein Unternehmen ruinieren, und die meisten Gewerbemietverträge und Kundenverträge erfordern Versicherungsnachweise.
Die richtige Versicherungskombination hängt von Ihrer Branche, Ihrem Umsatz, Ihrer Mitarbeiterzahl und Ihrem Risikoprofil ab. Betriebshaftpflicht ist die Grundlage für die meisten Unternehmen, aber Sie benötigen möglicherweise auch Berufshaftpflicht (Vermögensschaden-Haftpflicht), Cyber-Versicherung, BG-Mitgliedschaft und Sachversicherung. Die folgenden Rechner helfen Ihnen, Kosten zu schätzen und Ihr Versicherungsbudget zu planen.
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Schritt-für-Schritt-Anleitung
Schätzen Sie die Betriebshaftpflichtversicherung
Die Betriebshaftpflicht deckt Personen- und Sachschäden Dritter ab. Sie wird von den meisten Vermietern und Kunden verlangt und kostet typischerweise 500–3.000 €/Jahr je nach Branche und Umsatz. Beginnen Sie hier für Ihre erste Prämienschätzung.
Prüfen Sie den Bedarf an Berufshaftpflicht
Wenn Sie Beratung, Consulting oder professionelle Dienstleistungen erbringen, benötigen Sie eine Berufshaftpflichtversicherung (Vermögensschaden-Haftpflicht). Sie deckt Ansprüche wegen Fahrlässigkeit, Fehlern oder Nichterfüllung ab. Die Tarife variieren stark nach Beruf.
Bewerten Sie Cyber-Versicherungsschutz
Wenn Sie Kundendaten speichern, Zahlungen verarbeiten oder auf digitale Systeme angewiesen sind, ist eine Cyber-Versicherung kritisch. Sie deckt Incident Response, Anwaltskosten, Benachrichtigungskosten und Betriebsunterbrechung ab. Prämien beginnen bei ca. 1.000–3.000 €/Jahr für kleine Unternehmen.
Berechnen Sie das Gesamtversicherungsbudget
Addieren Sie alle erforderlichen Policen: Betriebshaftpflicht, Berufshaftpflicht, Cyber, BG-Beitrag (wenn Sie Mitarbeiter haben), Geschäftsgebäudeversicherung (wenn Sie Ausstattung/Inventar besitzen). Die Gesamtversicherung macht oft 1–3% des Umsatzes aus, ist aber ein kleiner Preis für den Schutz.
Durchschnittliche Jahresprämien nach Versicherungsart
Dies sind Durchschnittswerte für kleine Unternehmen (500.000–2 Mio. € Umsatz). Ihre tatsächliche Prämie hängt von Branche, Schadenhistorie, Deckungssummen und Standort ab.
Häufige Fehler vermeiden
Nur die Mindestdeckung kaufen
Die von Verträgen geforderte Mindestdeckung ist oft unzureichend. Ein ernsthafter Schadensfall kann die Deckungssumme leicht übersteigen. Erwägen Sie höhere Grenzen – die Mehrkosten sind gering im Verhältnis zum zusätzlichen Schutz.
Annehmen, dass Betriebshaftpflicht alles abdeckt
Betriebshaftpflicht deckt NICHT Berufsfehler (dafür brauchen Sie Berufshaftpflicht), Cyber-Vorfälle (dafür brauchen Sie Cyber-Versicherung), Arbeitsunfälle (dafür gibt es die BG) oder Ihr eigenes Eigentum (dafür brauchen Sie Sachversicherung). Jede Deckung ist separat.
Tarife nicht jährlich vergleichen
Versicherungsprämien variieren erheblich nach Anbieter. Holen Sie bei jeder Verlängerung 3–5 Angebote ein, und erwägen Sie die Zusammenarbeit mit einem unabhängigen Versicherungsmakler, der mehrere Anbieter vergleichen kann.
Wichtige finanzielle Überlegungen
- → Betriebshaftpflicht deckt Personen- und Sachschäden Dritter sowie Werbeinjurien ab – sie wird von den meisten Mietverträgen und Kundenverträgen verlangt.
- → Berufshaftpflicht (Vermögensschaden-Haftpflicht) schützt vor Ansprüchen wegen Fahrlässigkeit, Fehlern oder Nichterfüllung – wesentlich für Berater, Auftragnehmer und Dienstleister.
- → Cyber-Versicherung ist kritisch, wenn Sie Kundendaten verarbeiten oder Zahlungen abwickeln – sie deckt Incident Response, Anwaltskosten, Benachrichtigung und Betriebsunterbrechung.
- → Die Berufsgenossenschaft ist für die meisten Arbeitgeber Pflicht – die Beiträge variieren stark nach Branche und Gefahrenklasse.
- → Erwägen Sie Paketangebote, die Betriebshaftpflicht und Sachversicherung bündeln – oft günstiger als separate Policen.